Bauen im Bestand – eine Sprechstunde.
25.06.2026
Not just Think.
Re-Think.
And talk about it.
„Re-New. Re-Think.“ Unter diesem Titel stand die erste BiB-Sprechstunde in Frankfurt, zu der wir am 16. Juni 2026 gemeinsam mit dem Verband für Bauen im Bestand in den Westend Tower eingeladen hatten.

Rund 40 Vertreterinnen und Vertreter aus Architektur, Planung, Bauwirtschaft und Circular Economy kamen zusammen, um über eine der zentralen Zukunftsaufgaben im Bauen zu diskutieren:
Wie gelingt die Transformation unseres Gebäudebestands?

Die Idee für diesen Abend entstand einige Monate zuvor in Berlin. Klimafestival der Bauwende. Persönlicher Kontakt. Gespräche über den Bestand. Über Transformation. Über die Frage, wie wir den Austausch weiterführen können. Nicht nur auf Bundesebene, sondern vor allem regional, dort, wo Projekte entstehen, wo Erfahrungen gesammelt und die Herausforderungen des Bauens im Bestand jeden Tag konkret werden.



Der Westend Tower war an diesem Abend mehr als ein Veranstaltungsort. Er war unser Casestudy. Ein Beispiel für das, was wir im Bestand sehen: Möglichkeiten, Qualitäten, Potenziale.
Anhand des Projekts konnten wir unser Konzept der Boutique Offices vorstellen und vor Ort erlebbar machen. Die Shared Spaces mit Meetingräumen und angrenzendem Roofgarden als gemeinschaftlich nutzbaren Bereiche – der Abend zeigte, das Konzept funktioniert.
Damit wurden nicht nur die Räume selbst, sondern auch die dahinterstehenden Ideen und unser Verständnis von Nachhaltigkeit erfahrbar.
Nachhaltigkeit
durch Design
Die abschließende Führung durch das Gebäude bot darüber hinaus Einblicke in die Büroflächen und die Herausforderungen der Transformation. Sie zeigte, wie sich ein konsistenter Corporate Look über das gesamte Gebäude entwickelt und wie aus einem Bestandsobjekt eine neue Identität entstehen kann.
Weitere Informationen und Einblicke zum Westend Tower.
Doch der Blick endet nicht beim Gebäude. Er setzt sich im Material fort.
Impulse von CircleNow und Concular erweiterten die Perspektive um die Themen Zirkularität, Wiederverwendung und Materialkreisläufe. Dabei wurde deutlich, dass Circular Economy längst kein theoretisches Zukunftsmodell mehr ist, sondern zunehmend konkrete Prozesse, Werkzeuge und Geschäftsmodelle hervorbringt.









In den Vorträgen und der anschließenden Diskussion kristallisierten sich zentrale Erkenntnisse heraus:
Zirkularität bedeutet nicht zwangsläufig „gebraucht“. Professionell aufbereitete Bauteile und Materialien können hochwertige und wirtschaftlich attraktive Lösungen sein.
Die Phase vor der eigentlichen Planung gewinnt an Bedeutung. Wer Ressourcen erhalten und Kreisläufe schließen möchte, muss frühzeitig analysieren, dokumentieren und gemeinsam denken.
Digitalisierung wird zum Schlüssel. Transparente Materialinventare und intelligentes Matching zwischen verfügbaren Ressourcen und konkreten Projekten schaffen die Grundlage für skalierbare Wiederverwendung.
Die besten Lösungen entstehen gemeinsam. Unterschiedliche Perspektiven machen den Unterschied – beim Bauen im Bestand genauso wie im Dialog darüber.
Special Thanks
Verband für Bauen im Bestand
Anastasija Walcher-Radke
Agnieszka Hampel
CircleNow by Lindner Group
Matthias Quinkert
Concular
Elena Petkova